NEG Jahresausblick: Geringeres Windaufkommen bremst Erträge

 

Die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG (NEG) rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem deutlichen Rückgang des Jahresüberschusses.

Hauptgrund dafür ist das ungewöhnlich geringe Windaufkommen im ersten Halbjahr 2025, insbesondere im Frühjahr. Laut Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes war es das windärmste Halbjahr seit über 50 Jahren.

Die Windkraftanlagen der NEG erzeugten signifikant weniger Strom als geplant, was zu einem Einbruch der Einspeisemengen von durchschnittlich 23 Prozent führte.

Hier einige Beispiele:

- Wilmersdorf: 71 % der geplanten Einspeisemenge

- Uelitz: 79 % der geplanten Einspeisemenge

- Kurzen Trechow: 80 % der geplanten Einspeisemenge

 

Etwas besser sah es im Bereich Photovoltaik aus:

Dank leicht überdurchschnittlicher Sonneneinstrahlung konnte bis einschließlich Mai 2025 rund 11 % mehr Strom aus den Solaranlagen erzeugt werden als geplant. Dennoch kann dieser positive Effekt den deutlichen Rückgang im Windbereich nicht ausgleichen.

Das unterdurchschnittliche Windaufkommen wird voraussichtlich zu einem spürbaren Gewinneinbruch für das Geschäftsjahr 2025 führen.

Die NEG arbeitet bereits an einer breiteren technologischen Aufstellung, um künftig unabhängiger von witterungs- und klimawandelbedingten Schwankungen bei Wind und Sonne zu werden und die wirtschaftliche Stabilität der Genossenschaft langfristig zu sichern.